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Die Sehnsucht , gesehen zu werden. Seminargebühr: € 250,- Das Seminar vermittelt einen ungewöhnlichen Blick auf ein psychisches Phänomen, das wir in unserer Alltagssprache gerne abschätzig bewerten, den "Narzissmus". Dieser Blick ist hilfreich für Schritte der Selbsterforschung wie für alle, die den "Narzissten" therapeutisch begleiten. Jedes Kind hat das legitime tiefe Bedürfnis, von der Mutter gesehen zu werden. Sie ist der Spiegel, in dem es sein Selbstbild erwirbt und sein Selbstwertgefühl regulieren lernt. Wenn sie Teile seines Wesens nicht erkennen kann, beginnt das Kind, sich von diesen Teilen zu trennen. An diesen Stellen entsteht die Empfindung eines "Lochs", wie A.H. Almaas in seiner "Theorie der Löcher" schreibt, und in diesem Loch Bedeutungslosigkeit und Sinnlosigkeit. Ein Loch, sagt Almaas, ist die Abwesenheit eines bestimmten Teils meiner "Essenz" – von Stärke, Klarheit, Willen, Liebe, und eben von Wert. Dann entwickelt das Kind all die Kompensationsversuche, wie wir sie als Zeichen des Narzissmus erleben, indem es das Loch mit einem Scheinwert füllt, der von außen kommt. Es bildet ein falsches Selbstbild. Narzisstische Bewegungen können uns später als Erwachsenen durchaus in Harmonie mit der Umwelt sein lassen. Wenn sie aber zum festen und anhaltenden Muster und unsere Antworten auf die Welt starr werden lassen, dann kann persönliches Leiden entstehen. Und vielleicht, wenn wir für einen Augenblick innehalten in der bewusstlosen Wiederholung alter Muster, spüren wir eine ganz feine Sehnsucht, die davon erzählt, dass es hinter meiner „Persönlichkeit“ noch einen anderen gibt als den, den ich kenne, eine Sehnsucht, die uns an unser wahres Wesen erinnert, an unsere Essenz. Wir finden zu unserem Wesen zurück, indem wir anerkennen was ist, indem wir zustimmen. Wir stimmen zu, dass wir nicht zu unserer Ganzheit stehen. Wir stimmen dem Schmerz zu, uns selbst verraten zu haben und den Weg zurück zu dem nicht finden können, was wir in Wahrheit sind. Wir stimmen zu, dass wir die Ferne zu unserer Ganzheit als Leere, als Loch empfinden, als bedrohlich. Wir stimmen zu, dass wir die Hilfe eines anderen Menschen brauchen, um das Gefühl der Leere aushalten zu können, so lange, bis die Erfüllung, die wir suchen, von innen kommt. All dem zuzustimmen, ohne Bewertung – das ist der erste Schritt. Den Teilnehmer dieses Seminars erwarten kurze Vorträge des Seminarleiters, Selbsterforschung in Kleingruppen, Körperspür- und Bewegungsübungen und Gesprächsrunden. Anmeldeformular
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